Der Schweinehirt und die prüde Engländerin

Gräfin Elisabeth erzählt uns aus ihren Kindertagen folgendes:

"Früher gab es hier noch die Kostmeierei mit der Milchwirtschaft, die so hübsch und appetitlich anzusehen war. Auch wenn gebacken wurde, guckten wir manchmal zu, und die Frau Kostmeier hatte immer prachtvollen klaren Honig. Am Erntedankfest war abends hier ein feierliches Festessen. Die Beamten in der Stube, die Knechte im Saal. Papa ging immer hinüber und wir begleiteten ihn. Die feierliche Stimmung, das Glas Wein, die Reden, das Hoch - und Papas Antwort imponierten mir stets sehr, schüchterten mich aber beträchtlich ein. Alle die guten Freunde aus Alltagszeiten kamen mir in ihrem Festtagsgewand so fremd vor!

Nachher bei den Knechten ging es lauter und ungezwungener zu. Meist blieben wir und sahen noch eine Weile dem Tanzen zu, das uns mit seinem Drehen und Stampfen höchlichst amüsierte! Welch ein Jubel, als einmal einer der Knechte - der Schweinehirt - unsere hübsche, etwas prüde Engländerin zum Tanzen holen wollte, wogegen sie sich jedoch heftig sträubte."

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